Robert aka EDK

Erstmal muss zusammen gelacht werden

Robert (aka Edeka)

Robert aus der Spülküche ist einer dieser Menschen, die immer gute Laune zu haben scheinen. Wir sind noch nicht ganz dahinter gekommen, wie er das macht. Aber es dürfte etwas damit zu tun haben, wie er die Dinge sieht. Ziemlich: positiv.

Q: Wow, Robert! Für wen hast Du Dich denn so rausgeputzt?
A: Für die Kirche! Dort gehe ich jeden Sonntag mit meiner Familie hin. Aber natürlich auch für das Interview.

Q: Du kommst ursprünglich aus Ghana. Wie lange lebst Du mittlerweile in Hamburg?
A: Seit 17 Jahren. Ich wohne in Harburg und komme jeden Tag mit der S-Bahn zur Arbeit.

Q: Was gefällt Dir an der Stadt? Hast Du einen Lieblingsort?
A: Ich liebe Hamburg einfach! Es ist eine wunderschöne Stadt mit glücklichen Menschen. Außerdem habe ich meine Familie und Freunde hier, das ist eh’ das Allerbeste. Ich mag die Gegend um die Landungsbrücken sehr, dort fahre ich oft hin wenn ich Zeit habe.

Q: Du arbeitest in der Spülküche. Was machst Du als Erstes, wenn Deine Schicht beginnt?
A: Zuallererst begrüße ich meine Chefs, den Küchenchef, das gesamte Team und eigentlich jeden, der mir dort über den Weg läuft. Erstmal muss zusammen gelacht werden, danach fange ich an zu  arbeiten.

Q: Warst Du schon mal mit Deiner Familie im Basil & Mars essen?
A: Ich habe mal meine Mutter und ein paar andere Verwandte mitgebracht. Da gab es auch ein paar Geschenke und Überraschungen von den Chefs. Meine Mutter war super stolz und glücklich, dass ich so einen tollen Arbeitsplatz habe und es hier wie in einer Familie zugeht.

Q: Die meisten im Team nennen Dich nicht Robert, sondern „Edeka“ – auf die Geschichte bin ich mal gespannt!
A: Ich liebe den Namen von diesem Supermarkt! Früher habe ich dort mal gearbeitet, und da gab es auch so tolle Chefs und Kollegen. Alle waren herzlich und nett; wir haben immer viel gelacht. Irgendwann schenkte man mir dort ein T-Shirt mit dem Schriftzug „Edeka“, das ich total gerne anziehe, auch ständig hier im Laden – daher der Spitzname. Mittlerweile habe ich aber auch einen Basil&Mars-Pullover, den ich voller Stolz trage!

Q: Musik ist hier ja ein großes Thema im Laden. Was hörst Du am liebsten?
A: Mein Herz schlägt für Countrymusic. Johnny Cash zum Beispiel. Ich höre aber auch gerne James Brown, Hip Hop, amerikanischen Gospel und traditionelle afrikanische Musik. Also querbeet!

Q: Hip Hop hätte ich jetzt auch geraten; jedenfalls sieht man Dich immer mit einer dicken goldenen Halskette!
A: Ja, das ist mein Kreuz. Ein Geschenk meiner Mutter.

Q: Gibt es sonst etwas Besonderes, was Du immer bei Dir trägst?
A: Meine Schlüssel natürlich. Und meine tolle Frau – im Herzen immer dabei!

Q: Wie wichtig ist Deine Familie für Dich?
A: Sehr wichtig! Ich habe fünf Kinder; drei Töchter und zwei Söhne zwischen neun und einem Jahr alt. Außerdem würde ich gerne mal meine Verwandten in England und der Schweiz besuchen. Aber ich bleibe auch sehr gerne in meinem Hamburg!

Q: Vermisst Du Deine Heimat in Afrika oft?
A: Ja, sehr. Mein Vater ist vor einigen Jahren dort gestorben, und ich konnte nicht bei ihm sein. Ich vermisse auch viele Freunde, das Wetter, die Menschen mit denen ich immer in die Kirche gegangen bin, und meine frühere Fußballmannschaft.

Q: Stichwort „Fußball“: für welchen deutschen Verein schlägt denn Dein Spielerherz?
A: Ehrlich gesagt sind es zwei Vereine: natürlich für den HSV, aber – puh, der zieht mich echt runter…sonst schaue ich mir auch gerne den FC Bayern München an.

Q: Wenn Du Dir etwas wünschen könntest – was wäre das?
A: Am liebsten würde ich zusammen mit meinen beiden Chefs Martin und Marso nach Ghana fliegen und dort auch so ein tolles Restaurant wie dieses hier auf die Beine stellen. Die Menschen dort sollen auch stolz sein können so einen schönen Ort geschaffen zu haben.

Q: Ein schöner Schlussgedanke. Robert, wen sollen wir Deiner Meinung nach als Nächsten interviewen und was sollen wir ihn fragen?
A: Ich wäre für meinen Kollegen Philipp und was er über das Restaurant denkt.

Q: Und welches neues Gericht würdest Du Dir auf der nächsten Speisekarte wünschen?
A: Holzfällersteak! Das wäre toll. Oder Bauernfrühstück!

Oh ja. Das lieben wir auch! Danke, lieber Edeka!

Am liebsten würde ich zusammen mit meinen beiden Chefs nach Ghana fliegen und dort auch so ein tolles Restaurant wie dieses hier auf die Beine stellen. Die Menschen dort sollen auch stolz sein können, so einen schönen Ort geschaffen zu haben.

Interview & Übersetzung: Jenny Donoghue