Meet Dan, Barman

... auch mal die Kreativität ankurbeln!

Dan, Barmann

Textilmanagement, Psychologie, Musik – völlig klar, dass Dan bei diesen Bildungswegen zwangsläufig zur Vernunft kommen musste und jetzt leidenschaftlicher Barman ist. Hier erzählt er uns, wo er gerne einen zwitschert, ob er schon mal die Zeche geprellt hat und was seine Freundin bei uns so alles vermisst (Tipp: sie isst vegan)

Q: Hallo Dan! Schön, dass Du da bist – erzähl uns doch mal ein bisschen über Dich. Wo kommst Du her, was hast Du bisher so getrieben?
A: Also eigentlich heiße ich Danny – das „Dan“ hat sich irgendwie seit meinem zweiten Semester in Psychologie so eingebürgert und ist seitdem geblieben.
Geboren bin ich in Thüringen und 2004 an die Ostsee gezogen aus beruflichen Gründen meiner Eltern, die auch beide Gastronomen sind. Vor fünf Jahren hat es mich dann nach Hamburg verschlagen. Hier habe ich Textilmanagement fertig studiert.

Q: Was treibst Du denn so, wenn Du nicht im Basil & Mars hinter der Bar stehst?
A: Am liebsten bin ich mit meinen Jungs unterwegs, oder spiele Gitarre. Seit Neuestem übe ich mich auch darin am PC zu programmieren, aber das steckt echt noch in den Kinderschuhen!

Q: Du feilst ja auch fleißig an Deinen Cocktail-Skills und hast Dir für die kommende neue Karte sogar einen eigenen ausgedacht. Wie ist das zustande gekommen?
A: Er hat bis jetzt noch keinen Namen, aber er basiert unter anderem auf dem Whiskey Monkey Shoulder und schmeckt schön frisch, also wird es eventuell eine Monkey Lemonade! Der Gedanke dahinter war, den Cocktail Nr. 6 von der jetzigen Karte weiterzuentwickeln – also einen Drink, der so frisch und gut schmeckt, dass man am liebsten gleich mehrere hintereinander trinken will. Außerdem bin ich ein großer Fan von Earl Grey Tee und hatte Lust, etwas mit Bergamotte zu experimentieren.

Q: Soso. Wo gehst Du denn privat gerne mal einen zwitschern?
A: Vor kurzem erst habe ich die Boilerman-Bar für mich entdeckt und lieb gewonnen. Sonst gehe ich gerne ins Le Lion – aber nur wenn ich weiß, dass die Abende desaströs enden dürfen, denn das tun sie dort immer.

Q: Welche desaströsen Erfahrungen hast Du denn schon mit Gästen gemacht?
A: Eigentlich keine. In meiner Zeit im Chapeau hatte ich immer sehr freundschaftliche Beziehungen zu den Gästen, die oft auch extra zu meinen Schichten gekommen sind. Hier im Laden ist es mir allerdings mal passiert, dass ich einen total entspannten Tisch mit vier jungen Herrschaften zu Gast hatte, die den Abend über einiges getrunken hatten und sich vom Acker machten, während ich die Rechnung für sie holen sollte. Das schien wohl von langer Hand geplant.

Q: Uncool! Selber denn schon mal die Zeche geprellt?
A: Nein, hab ich nicht. Wenn ich eine Bar oder ein Restaurant mag, will ich ja auch wiederkommen – das wäre es mir gar nicht wert, erwischt zu werden. Und ich wäre bestimmt viel zu nervös. Außerdem macht man sowas einfach nicht!

Q: Du machst ja eine Sache quasi hauptberuflich: Leute abfüllen. Wie behandelst Du Deinen ganz persönlichen Kater?
A: Immer Wasser trinken! Durchgehend!! Also schon während des Sich-Betrinkens, versteht sich. Wenn ich verkatert bin brauche ich eigentlich immer nur einen entspannten Tag, und ein ausgedehntes Frühstück mit allem Drum und Dran: Eier, Speck, und frischer Saft. Das zieht sich dann aber auch mal ein paar Stunden!

Q: Gibt es eine bestimmte Musik, bei der Du Deine Drinks am liebsten servierst?
A: Ich selbst habe ja extra zwei Playlists für den Laden gemacht, da singe ich dann im Kopf schon mit. Aber generell bin ich nicht auf einen Stil festgelegt, auf meinem iPod findet ein dauernder Genre-Wechsel statt. Wenn es entspannter sein soll höre ich gerne Portishead oder Massive Attack, wenn mir die Laune nach mehr steht laufen u.a. Gorillaz und Damon Albarn.

Q: Was magst Du an Hamburgs Gastronomie und woran fehlt es Dir dabei an anderer Stelle?
A: Ich komme ja ursprünglich aus einer Kleinstadt, deshalb weiß ich die gastronomische Vielfalt hier absolut zu schätzen. Es gibt sehr gute italienische und französische Küche hier, aber Du kannst genauso gut mal mit Deinen Jungs entspannt zum Burgeressen gehen. Freuen würde ich mich noch über mehr authentische asiatische Restaurants im Mittelklasse-Segment, aber auch nicht zu teuer. Mit asiatischem Essen verbindet man hier ja doch eher Lieferservice-Gerichte, was wirklich schade ist.

Q: Gibt es einen Traum, für den Du Dein Trinkgeld sparst?
A: Da bin ich eher spontan. Ich gebe gerne Geld für Konzerte aus, oder für Kleinigkeiten um meine Hobbys weiter auszubauen.

Q: Welchen Gegenstand hast Du IMMER dabei?
A: Das ist seit Jahren eigentlich immer der gleiche, nur in anderem technischen Gewand: ein Gerät, mit dem ich unterwegs Musik abspielen kann! Früher war es der Walkman, dann der CD-Player, heute der iPod. Selbst wenn ich nur einen 20minütigen Weg vor mir habe, muss ich Musik hören, sonst kann ich ganz schon gereizt werden!

Q: Wen sollen wir Deiner Meinung nach als Nächsten interviewen und was sollen wir ihn fragen?
A: Tobi, unseren Barchef! Und zwar, ob er in angeschickertem Zustand auf ein Britney Spears-Konzert gehen würde… als wir mal zusammen bei einer Weihnachtsfeier gearbeitet haben, hat er sich ständig ein Lied von ihr gewünscht, das ich spielen sollte. Ds ist doch verdächtig!

Q: „Du bist, was Du isst“: Was würdest Du Dir als neues Gericht auf der nächsten Speisekarte wünschen?
A: Meine Freundin ist Veganerin, und ich fände es toll mal mit ihr herzukommen ohne dass sie sich auf den Salat beschränken muss…Schön wäre, wenn Arthur ein komplexes veganes Hauptgericht oder Sushi zaubern würde – mal die Kreativität ankurbeln!

Merci, lieber Dan!

Ich gerne ins Le Lion – aber nur wenn ich weiß, dass die Abende desaströs enden dürfen.

Dans EDC (Everyday carry)

Musik ist immer dabei. Früher als Walkman, heute halt im Telefon. Egal.